Wissen Sie, was beim Reinigen Ihrer Produktionshalle wirklich passiert? Finden Sie heraus, wo Hygienerisiken entstehen.

Reinigingssystemen
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Sind Sie sicher, dass die Desinfektion gestern stattgefunden hat? Oder nehmen Sie das an?

In vielen Produktionsumgebungen verschwindet der Reinigungsprozess aus dem Blickfeld, sobald die Produktion eingestellt wird. Die Mitarbeiter gehen nach Hause, ein Reinigungsteam übernimmt und die Produktion beginnt am nächsten Tag wieder. Doch was in der Zwischenzeit wirklich passiert, bleibt oft unsichtbar. Und genau hier entstehen Hygienerisiken.

In diesem Artikel gehen wir darauf ein, wo Hygienerisiken entstehen, wenn der Einblick fehlt. In einem nachfolgenden Artikel gehen wir näher darauf ein, wie Sie die Hygiene auch nachweislich sicherstellen können.

Sauber ist nicht immer hygienisch

Ein Raum kann auf den ersten Blick aufgeräumt aussehen, doch es bleiben Risiken. Gerade in der Lebensmittelindustrie, wo die Hygieneanforderungen hoch sind und die Auswirkungen eines Fehlers erheblich sind, ist der Unterschied zwischen sauber und hygienisch entscheidend.
Ein klassisches Beispiel:

  • Schaumbildung ist oft sichtbar.
  • Das Desinfizieren ist oft weniger sichtbar.

So kann es den Anschein haben, dass der Reinigungsprozess korrekt durchgeführt wurde, während ein entscheidender Schritt unzureichend oder gar nicht ausgeführt wurde. Dies bleibt oft unbemerkt, bis ein Audit stattfindet oder eine Anomalie entdeckt wird.

Wo es schief läuft: wenig Überwachung, viele Variablen

In vielen Betrieben erfolgt die Reinigung in einer anderen Schicht als die Produktion. Das ist zwar sinnvoll, erschwert aber die Überwachung. Außerdem kann es vorkommen:

  • wechselnde Teams;
  • unterschiedliche Nationalitäten oder Sprachniveaus;
  • Zeitdruck (Reinigungsteams werden manchmal nach ihrer Geschwindigkeit beurteilt);
  • unklare Arbeitsanweisungen oder unterschiedliche Gewohnheiten.

Darüber hinaus verwenden die Reinigungsteams Wasser, Chemikalien und Energie aus Ihrem Unternehmen. Wenn Schnelligkeit wichtiger wird als Sorgfalt, kann dies zu einem höheren Verbrauch führen, ohne dass die Reinigungsergebnisse verbessert werden.

Die unsichtbaren Fehler, die eine große Wirkung haben können

Ohne messbare Erkenntnisse werden Sie sich weiterhin auf Vorfälle oder Ihr Bauchgefühl verlassen. In der Praxis gibt es jedoch einige häufige Fehler, die Sie lieber früher erkennen würden:

1. Verwendung von zu viel Wasser ohne Wirkung

Eine bekannte Situation ist das Entfernen der Düse, was dazu führt, dass mit einer offenen Lanze gespritzt wird. Dies kann eine große Menge Wasser verbrauchen, ohne das Ergebnis zu verbessern, und es manchmal sogar verschlechtern.

2. Falsche Reihenfolge der Schritte

Die Reinigung ist oft ein Verfahren mit einer bestimmten Reihenfolge, zum Beispiel
Spülen → Aufschäumen → Nachspülen → Desinfizieren

Wenn diese Reihenfolge nicht eingehalten wird, kann sich das Reinigungsergebnis verschlechtern. Sie wollen nicht erst im Nachhinein feststellen, dass Schritte übersprungen worden sind.

3. Überspringen der Desinfektion oder zu kurze Desinfektion

Wenn die Desinfektion nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, kann dies enorme Folgen für die Lebensmittelsicherheit haben. Vor allem, wenn am nächsten Tag große Mengen produziert werden sollen, wollen Sie Gewissheit haben.

4. Einsatz von Chemikalien zu Zeiten, in denen sie nicht eingesetzt werden sollten

Es gibt Situationen, die sehr gefährlich sind: Chemikalien in einer Produktionsumgebung, während die Menschen noch arbeiten. Sie wollen sicherstellen, dass während der Produktion nur bestimmte Funktionen zur Verfügung stehen, z. B. nur Spülen, kein Schäumen oder Desinfizieren.

Von Annahmen zu Erkenntnissen: was man messen kann

Der wichtigste Schritt zur Verringerung der Hygienerisiken ist einfach: Machen Sie Ihren Reinigungsprozess messbar.
Mit modernen Reinigungssystemen (und möglicherweise in Kombination mit eCloud) können Sie Einblicke in Dinge gewinnen, die bisher unsichtbar blieben, wie z. B.:

  • Welche Funktion wird verwendet (Spülen, Schäumen, Desinfektion)
  • wie lange jeder Schritt dauert (Standzeiten)
  • Wie viel Wasser und Chemikalien verbraucht werden
  • wann es Abweichungen vom Normalverhalten gibt
  • wo (welche Versorgungsstelle / welcher Raum) es passiert
  • Optional: wer es getan hat (über RFID-Zugang)

Letzteres ist in der Praxis oft ein entscheidender Faktor. Nicht um Menschen zu kontrollieren, sondern um den Prozess zu sichern und eine wiederholbare Qualität zu erreichen. Das Wissen, dass man zurückverfolgen kann, wer was gemacht hat, hilft auch dabei, Verfahren ernsthafter zu befolgen.

Einsicht wirkt auch präventiv: Verhaltensänderungen

Wenn die Reinigung messbar wird, ändert sich das Verhalten oft automatisch. Abweichungen werden schneller sichtbar, die Gespräche werden sachlicher und die Verfahren werden ernster genommen.
Man muss nicht jede Nacht nachschauen. Die Schaffung von Einsicht schafft ein Umfeld, in dem sich der Prozess besser selbst korrigiert.

Bedeutet Einsicht, dass alles automatisiert werden muss?

Nein. Einsicht bedeutet nicht, dass manuelle Kontrollen überflüssig werden. Im Gegenteil, es unterstützt die tägliche Arbeit. Sie sehen schneller, wo Anpassungen erforderlich sind, und werden unabhängiger von Papier, Annahmen und Zwischenfällen.

Es ist ein praktischer Schritt in Richtung einer intelligenteren Organisation der Reinigung, ohne unnötige Komplexität.

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Maarten de Geus

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